Wo die Schweiz dringend neue Träume braucht:

Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 haben die liberale Republik als Staatsform und der Kapitalismus als Wirtschaftssystem weltweit keine ernstzunehmende Konkurrenz mehr. Vorher mussten beide ihre Existenzberechtigung immer wieder rechtfertigen, was uns immer fairere Arbeitsbedingungen und grossartige Errungenschaften wie unsere Sozialwerke, unser gutes Bildungssystem und das Frauenstimmrecht bescherte. Die Träume der frühen Gewerkschaftsbewegung gingen Schritt für Schritt in Erfüllung. Aber seit das grosse Feindbild Kommunismus weg ist, dümpeln all diese Fortschritte nur noch vor sich hin oder werden gar wieder abgebaut. Die meisten von uns haben verlernt, ernsthaft über Alternativen zum heutigen System nachzudenken. Dabei wären neue Träume dringend nötig. Wir fahren gerade unser Klima und unsere Umwelt an die Wand, die Gewinne unserer Wirtschaft kommen nicht mehr uns allen zugute, Arme und Arbeitslose werden immer noch stigmatisiert, und unsere Parlamente dominiert ungebrochen der obere Mittelstand. Wir stecken in vielen Bereichen in einer Sackgasse, aus der uns alte Rezepte nicht mehr befreien können. Nur mit grösseren Träumen haben wir eine Zukunft.

Meine Vision für unser land: